Artist Statement
Willkommen in meiner Welt.
Ich arbeite medienübergreifend mit Malerei, Artfotografie, Skulptur und Collage. Meine künstlerische Praxis versteht sich als offener Prozess, in dem sich Materialien, Bildsprachen und Techniken gegenseitig beeinflussen. Nicht das Medium bestimmt das Werk, sondern der Weg seiner Entstehung.
Der Ausgangspunkt ist häufig eine informelle malerische Setzung oder ein fotografisches Fragment. Von dort aus entwickelt sich das Bild in unterschiedliche Richtungen: Es kann sich zu einer figurativen Komposition verdichten oder als abstrakte, vielschichtige Bildstruktur bestehen bleiben. Zwischen diesen Polen entstehen Bildräume, in denen Wirklichkeit, Imagination und Erinnerung ineinandergreifen.
Collage bildet dabei das konzeptionelle Zentrum meiner Arbeit. Durch das Zusammenführen, Überlagern und Neuordnen heterogener Elemente entstehen Bildgefüge, die lineare Erzählungen auflösen und neue Bedeutungszusammenhänge eröffnen.Die Themen meiner Arbeiten – Erinnerung, Identität, Vergänglichkeit, Natur, gesellschaftliche Prozesse und das Unbewusste – erscheinen nicht als direkte Darstellung. Sie treten als Fragmente, Stellvertreter, Spuren, oder materielle Chiffren, die auf etwas verweisen, das sich einer eindeutigen Abbildung entzieht. Mich interessiert das Unsichtbare hinter dem Sichtbaren, das Fragmentarische als Träger von Erinnerungen und die Mehrdeutigkeit als Möglichkeit, individuelle Erfahrungen mit kollektiven Bildern zu verbinden.
Ich verstehe meine Arbeiten als offene Erfahrungsräume. Sie bieten keine abgeschlossenen Antworten, sondern laden dazu ein, eigene Assoziationen zu entwickeln und die Grenzen zwischen Realität und Vorstellung immer wieder neu zu verhandeln.
*Besonders interessieren mich Materialien mit Geschichte. Weggeworfenes, Übersehenes und Vergessenes wird in meinen Arbeiten nicht nur wiederverwendet, sondern verwandelt. Was seinen ursprünglichen Wert verloren hat, erhält eine neue Bedeutung – als Spur, Erinnerung und Teil einer neuen Erzählung.
